ClassicsOnline Home » ROMAN, J.H.: 12 Flute Sonatas (V. Fischer) > Review List



ROMAN, J.H.: 12 Flute Sonatas (V. Fischer)

Composer(s):Roman, Johan Helmich
Artist(s) Brandt, Klaus-Dieter, baroque cello • Fischer, Verena, flute • Berben, Leon, harpsichord
Period(s) Baroque (1600-1750)
Genre Classical Music
Category Chamber Music
Catalogue 8.570492-93
Label Naxos
Quality   320kbps
Album Price
 
MP3
USD 13.98
 

 


Foremost among Swedish Baroque composers, Johan Helmich Roman travelled to England (1716-21) then to France, Italy, Austria and Germany (1735-37), gaining valuable firsthand knowledge of European music. At home in Stockholm he conducted the court orchestra, introduced Handel’s music, and was active in developing public concert life. His rich output includes these twelve charming and highly accomplished Flute Sonatas, the first such published in Sweden, whose galant character combines the baroque and emerging pre-classical styles.


   




Review By Marion Beyer,www.klassik.com,March 2009

‚Weder von unwissenden noch von gelehrten Menschen will ich gelesen werden.‘ Dieses Zitat aus Ciceros Werk ‘De oratore’ erschien auf der Titelseite der Druckfassung der 12 Sonaten des schwedischen Barockkomponisten Johan Helmich Roman. Das Booklet der vorliegenden Aufnahme gibt dieses Zitat aus gutem Grund wieder, hebt diese Aussage doch das Ziel, welches der Komponist mit seiner Sonatensammlung für Traversflöte und Basso continuo anstrebt, deutlich hervor. So steigt in der Reihenfolge dieser vier- bis sechsätzigen Werke zunehmend der technische Anspruch an die Flöte, weil von Sonate zu Sonate sowohl die Unterteilungen des Grundimpulses immer kleiner werden, wie auch die Länge der vielen rein figurativen Passagen in

Obwohl der Booklet-Text mit lobenden Tönen den Schweden Roman zu einer Komponistengröße seines Landes erhebt, bleibt fragwürdig, ob seine Flötensonaten von immerhin insgesamt zweieinhalbstündiger Dauer wirklich dem Anspruch einer Doppel-CD gewachsen sind. Das Trio Verena Fischer, Traversflöte, Klaus-Dieter Brandt, Barockcello, und der Cembalist Léon Berben hebt zwar nicht alle Zweifel hinsichtlich dieses zugegebenermaßen eintönig anmutenden CD-Programms auf; es legt jedoch bereits mit der ersten Sonateninterpretation einen überaus hörenswerten Start hin. Die Kompositionsweise der Sonate in g-Moll ist zwar weniger von spektakulärer Experimentierfreudigkeit; eine kleine Besonderheit liegt aber in der Art der Melodiegestaltung, welche durch die vielen Pausen und kleinen Motive einen nahezu außergewöhnlich fragmentarischen Charakter trägt. Diese Auffälligkeit lässt sich bis in die letzten Sonaten hinein beobachten und wird auch deshalb so gut wahrgenommen, weil dem Trio trotz des gehemmten Melodieflusses ein durchgehender Spannungsbogen gelingt. Während die letzte Sonate im zweiten Satz mit der Bezeichnung ‘Allegro’ den technisch höchsten Schwierigkeitsgrad für die barocke Querflöte erreicht, hinterlässt die vorletzte und fünfsätzige Sonate in e-Moll den nachhaltigsten Höreindruck. Dies liegt daran, dass Roman alle seine Sonaten aus Tanzsätzen aufbaut, welche auch autonom und unabhängig des jeweiligen Satzzyklus für sich stehen können, er aber einzig in der zehnten Sonate auf volkstümliche Musik in Form der sogenannten ‘Piva’ zurückgreift. Bemerkenswert auffällig sind in dem Tanzsatz ‘Piva’ die für die Barockzeit ungewöhnlichen Bordunstimmen im Basso continuo, welche mehr an schottische Nationalmusik als an den galanten und gelehrten Stil des Barock erinnern lassen.

Die drei renommierten Interpreten und international hoch geschätzten Musiker auf dem Gebiet der Historischen Aufführungspraxis geben bei dieser Aufnahme eine durchweg solide Leistung ab. Die Klangbalance zwischen Traversflöte und der Basso-continuo-Gruppe ist angenehm ausgewogen und stellt die Flöte als tragendes Melodieinstrument deutlich in den musikalischen Mittelpunkt. Dies mag auch daran liegen, dass die Flötistin Verena Fischer über einen erstaunlich klaren und voluminösen Ton verfügt, der auf der recht schwer ansprechenden Traversflöte für gewöhnlich nicht vorausgesetzt wird. Zudem präsentiert Fischer, welche zunächst die ‘moderne Querflöte’ studierte, eine sehr gute, saubere Intonation, welche die intonationstechnischen Schwachstellen der barocken Flöte nicht hörbar werden lässt. Die einzige Schwäche an Fischer Spielweise liegt in dem bisweilen zu harten Ansatz der Traversflöte; dadurch erklingen besonders die technisch anspruchsvolleren Passagen sehr übermütig und stellenweise ein wenig gekünstelt. Außerdem setzt die Flötistin ein schnelles Vibrato ein, welches zwar für die metallene Flöte durchaus wünschenswert ist, auf dem schwer schwingendem Holz der Traversflöte aber unnatürlich wirkt. Ein großes Lob gebührt der Gruppe des Basso continuo, denn das Cello hält sich im Gegensatz zum Cembalo dezent im Hintergrund und verleiht auf diese Weise dem präzisen, leichten Cembaloklang lediglich eine weitere Farbnuance. Die technische Perfektion aller Interpreten erweckt mit steigender Nummerierung der Sonaten einen zunehmenden Eindruck von zwar äußerst konzentriertem und kultiviertem, aber wenig inspiriertem Spiel.

Die Herausgabe einzelner Sonatenaufnahmen des schwedischen Komponisten in direktem und lohnenswertem Vergleich zu anderen Barockkomponisten wie Telemann oder Händel würde dem Sonatenwerk Romans noch mehr Würde verleihen. Letztendlich ist Romans Anspielung auf Händels Blockflötensonate F-Dur, op.1 in seiner eigenen letzten Sonate als ein direkter Wink seines Anspruchs auf Gleichstellung mit den Komponistengrößen seiner Zeit zu betrachten.

more....



Review By David Denton, Naxos,December 2008

Though now almost totally forgotten, Johan Helmich Roman, was the father figure from which all of Swedish music was to evolve. Born in 1694, the son of a court musician, it was with royal financial support that the young man was to spend many years touring around Europe as a student and observer of the latest music. On his return to Sweden he was to create and conduct a symphony orchestra of international quality, but his life was to change with the death of the Queen, his main supporter, and later years were spent in obscurity. Fortunately his ideas were continued after his death, and many of his compositions were preserved in manuscript at the Music Library of Sweden. Only his collection of Twelve Flute Sonatas was published during his lifetime, Roman intending

more....




 

Affiliates  |  Classical Points  |  Press Room  |  About Us  |  Contact Us  |  Terms of Use  |  Privacy Policy

ClassicsOnline Newsletter Archive

Monthly Features on ClassicsOnline

Why choose ClassicsOnline?
ClassicsOnline is your source for classical music new releases, rare catalog, historical recordings and exclusive bargains. Our vast classical music catalog has over 1 Million tracks from more than 50,000 albums available in DRM-free MP3 (320kbps) and FLAC (lossless format). More than 500 new albums are added each month, all of which are carefully indexed, and searchable by Composer, Artist, Work and Label. Membership is free, and registration includes 5 free tracks for download. Get a free track every week and gain access to exclusive classical deals when you subscribe to our newsletter. ClassicsOnline was honored in 2010 as the Best Classical Download Site by the MIDEM Classical Awards Jury.

Some titles may not be available in all countries because of possible copyright or licensing restrictions.

Copyright © 2014 Naxos Digital Services Ltd. All rights reserved.
Classicsonline.com – Your Classical Music Download Source
1:28:58 AM Thursday, August 21, 2014  -207-